Ansage

Bayern-Legende knöpft sich Klopp vor

Harry Kane, Uli Hoeneß und Dieter Hoeneß sitzen auf der Tribüne der Allianz Arena beim Fußballspiel.
© IMAGO/Michael Weber
Bayern-Patron Uli Hoeneß warnt vor übertriebener Heldenverehrung für den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. Zudem übt er deutliche Kritik am wachsenden Einfluss von dessen Berater beim DFB.
OE24 auf Google bevorzugen

Der DFB erhofft sich durch den Beginn der Ära von Bundestrainer Jürgen Klopp (59) einen großen Euphorie-Schub. Bayern-Patron Uli Hoeneß (74) sieht darin jedoch auch eine Gefahr. Im Interview mit RTL sagte Hoeneß: "Ich halte Jürgen Klopp für einen sehr guten Trainer. Aber ich bin kein großer Freund der Heldenverehrung. Da gibt es schon so einen Status, als ob er über Wasser gehen kann. Er kann jetzt auch nicht per Handauflegen alles verändern. Er wird hart arbeiten, er wird vieles anders machen und es wird vieles besser werden. Aber man muss ihm Zeit geben und man darf vor allem nicht glauben, dass er der Messias ist."

Mann im Anzug hält ein Glas Weißbier bei einer Feier mit mehreren Gästen im Hintergrund.
Jürgen Klopp + Weissbier - 85 Gebutstag Werner Brombach ERDINGER Weißbräu - Gasthaus München - Großhadern 29.12.2024 Fotovermerk: babiradpicture/RomanBabirad ALL RIGHTS RESERVED Honorar und Belegexemplar an babiradpicture-abp Kein -Facebook -Twitter -Instagram -Social Web © babiradpicture - abp

Hoeneß kritisiert Rolle des Beraters

Neben der Mahnung zur Zurückhaltung blickt Hoeneß auch auf einen weiteren Vorgang im Zuge der Verpflichtung äußerst kritisch. Konkret geht es dabei um die Rolle von Klopps langjährigem Schattenmann und Berater Marc Kosicke (55). Hoeneß erklärte: "Was mir an der Geschichte nicht gefällt: Dass ein Berater Kosicke da mit eingekauft wurde. Ich weiß nicht genau, was er da machen soll. Er hat aber eine Spieleragentur als Geschäftsführer. Das halte ich für ein Problem. Mir kommt die ganze Geschichte vor wie ein friendly takeover. Klopp und Co. haben den DFB übernommen. Und das halte ich für falsch."

Vier Männer stehen lächelnd nebeneinander vor einer Sponsorenwand bei einer Pressekonferenz.
epa13129945 The President of the German Football Association (DFB, l-r) Bernd Neuendorf, Sporting Director of the German Football Association (DFB) Rudi Voeller, new German national soccer team's head coach Juergen Klopp and President of the German Football Association (DFB) Hans-Joachim Watzke attend a press conference in Frankfurt am Main, Germany, 24 July 2026. Klopp will take over as head coach of the German national soccer team, the German Football Association (DFB) confirmed. EPA/Hannes Albert © EPA

Einfluss der Dortmunder Verbindung

Zusammen mit DFB-Vize Hans-Joachim Watzke (67) bildet sich somit eine Dortmunder Verbindung mit spürbarem Einfluss beim Verband. Auf die Frage, ob er darin eine Gefahr sehe, antwortete Hoeneß: "Dass Aki Watzke, mit dem ich mittlerweile ein sehr gutes Verhältnis habe, seine Finger im Spiel hatte, das ist gar keine Frage. Ich glaube schon, dass wir da ein bisschen dran arbeiten müssen. Aber am Ende werden die besten Spieler für Deutschland spielen und die haben nun mal wir."

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden