Polit-Barometer

Babler am unbeliebtesten: Kunasek Umfrage-Kaiser

ABD0086_20260514 - WIEN - ÖSTERREICH: Sportminister Andreas Babler (SPÖ) und Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) anl. der Eröffnung des ÖFB Campus in der Seestadt am Donnerstag, 14. Mai 2026 in Wien. - FOTO: APA/FLORIAN WIESER
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Im Polit-Barometer der Regierungsmitglieder glänzt Verteidigungsministerin Tanner - auch SPÖ-Finanzminister Marterbauer schlägt sich gut. FPÖ-Chef Kickl liegt deutlich besser - Umfrage-King ist aber ein Landespolitiker.
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Beharrlich bei seinen Ansichten zu bleiben - das scheint Top-Politikerinnen und Politiker in Zeiten wie diesen nicht zu schaden. Und so liegen im brandaktuellen Polit-Barometer der Lazarsfeld Gesellschaft (1.000 Befragte vom 1. bis 2. 6.) nicht die mehr oder weniger weich gebürsteten und stets der Vorsicht  bedachten Chefs der Ampel-Koalition an der Spitze - sondern eher kantiger Typen.

Polit-Barometer Ministerinnen und Minister © Lazarsfeld

Bei den Minister führt Tanner

Und so funktioniert das Barometer: Monat für Monat fragt die Lazarsfeld Gesellschaft für o24, welcher Politikerin und welcher Politiker positiv bzw. negativ  aufgefallen ist - der Saldo aus beiden Werten ergibt den Barometerwert. Eines gleich vorweg: Bei so gut wie allen abgefragten Politikern überwiegt der negative Eindruck.

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© oe24


Die beste unter den Ministerinnen und Minister: Heeres-Chefin  Klaudia Tanner. Die kantige Niederösterreicherin hat schon beim letzten Barometer geführt, diesmal kommt  aus auf einen Saldo von -6. Ihr beharrliches Eintreten für einen längeren Wehrdienst mag so manchen stören - es bringt ihr allerdings auch Respekt. Platz 2 wird in Agrarminister Norbert Totschnig besetzt, allerdings profitiert der von seinem geringen Bekanntheitsgrad, das bedeutet: Wenig Zustimmung aber auch weniger Ablehnung.  Interessanter wird es dahinter. Dritte ist ebenfalls eine ÖVP-Politikerin - und zwar Integrationsministerin Claudia Bauer, die bekanntlich keinen Koalitionsstreit aus dem Weg geht. Sie hält ihren  Stockerlplatz, obwohl sie gleich 4 Punkte verliert.

Marterbauer mit dem besten Plus-Wert

Der populärste SPÖ-Minister ist Finanzminister Markus Marterbauer auf Platz 4 - wobei: Würde man nur die Positiv-Meldungen zählen, dann wäre Marterbauer noch vor Tanner die Nr. 1.  Knapp hinter dem obersten Finanzer ist gleich SPÖ-Verkehrsminister Peter Hanke. ordentlich abgerutscht: SPÖ-Frauen- und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner. Anfang des Jahres noch top, ist sie mit Platz 8 nur noch im Mittelfeld.

Chefs allesamt abgeschlagen

Eher traurig geht's den Ampelchefs: Kanzler Christian Stocker schlägt sich mit einem Saldo-Wert von -22 noch am besten, NEOS-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger kommt auf -27, beide liegen in den Positiv-Werten allerdings mit 19 % im Spitzenfeld. Doch dort ist eben auch der Gegenwind stärker. Bei Andreas Babler ist das anders, schwacher Plus-, starker Negativ-Wert machen ihn zum unbeliebtesten Politiker des Landes: -35 %.

Polit-Barometer Parteichefs © Lazarsfeld

Kickl ganz knapp im Plus

In der Opposition geht es da einem deutlich besser: FPÖ-Chef Herbert Kickl ist der am besten bewertete Bundespolitiker. Anders als alle Minister kommt er - knapp, aber doch - auf einen Wert von +1. Nur: Kickl hat auch keine unangenehmen Sparmaßnahmen zu verantworten, in der Opposition kann er den Menschen das Blaue vom Himmel versprechen.

Polit-Barometer Landeshauptleute © Lazarsfeld

Landeschef ist der beliebteste Politiker

In den Bundesländern sieht das ohnehin alles anders aus - und einer kann von seinem Newcomer-Image als Landeschef auf eineinhalb Jahre nach Amtsantritt noch profitieren, der Steirer Mario Kunasek.

Der Mann ist wie aus Teflon: Sparkurs, Finanzskandal der Grazer FPÖ, selbst Gegenstand von Ermittlungen - umfragemäßig ist der trotzdem knapp mit einem Saldo von 20 (!) vor der Heiligsprechung. Wenigstens nicht im Minus ist der Burgenländer Hans Peter Doskozil. Alle anderen Landeschefs haben mehr Gegen- als Rückenwind.

Landeshauptmann Mario Kunasek. © der Plankenauer/Mag. Plankenauer

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