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9-Millionen-Euro-Schatz: "Besitzer" melden sich aus dem Jenseits

Viele Goldbarren liegen nebeneinander auf einem Holztisch an einer Baustelle.
© Lokale Politie Dendermonde
Vor einigen Tagen wurde in Belgien ein Goldschatz, der auf rund 9 Millionen Euro geschätzt wird, gefunden. Nun melden sich weltweit Menschen, die behaupten, dass der Schatz ihnen gehört. Dabei werden kreative Erklärungen geliefert.
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Der 9-Millionen-Euro-Goldschatz war Jahrzehnte lang in die Wand einer ehemaligen Brauerei im belgischen Dendermonde eingemauert gewesen. Die 49 Goldbarren und tausenden Münzen wurden vor einigen Tagen von einem jungen Arbeiter gefunden. Nun melden sich weltweit Menschen, die gerne einen Stück von dem Mega-Fund haben möchten.

Die Polizei Dendermonde berichtet auf ihrer Facebook-Seite: "Wir bekommen E-Mails aus allen Ecken der Welt. Von potenziellen Besitzern oder Experten, die ihre Hilfe anbieten möchten." Einige paranatürliche Hinweise sind ebenfalls dabei. Laut dem Polizei-Chef Patrick Feys seien sie "aus dem Jenseits". Weiter erzählte er gegenüber dem Sender "VTR NWS": "Jemand erinnerte sich aus seinem früheren Leben daran, irgendwo Gold versteckt zu haben, wusste aber nicht mehr genau wo. Er sagte, es sei etwa 60 Jahre her und es sei echtes Gold."

Goldrausch in Belgien

Auch aus Lettland erhielten die Polizisten eine Anfrage: "Jemand berichtete von seinem Großvater, der damals angeblich in Dendermonde gearbeitet hat, wahrscheinlich in der Brauerei Van Assche. Der Opa kehrte dann in seine Heimat zurück und sagte sein ganzes Leben lang: 'Ich bin Millionär, ich habe mein Geld irgendwo in der Wand versteckt.' Aber er wusste nicht mehr genau, wo."

Im belgischen Ort ist zudem eine wahre Goldgräberstimmung ausgebrochen. Immer wieder kamen Menschen an der Baustelle des Hauses, das mittlerweile der gemeinnützigen Organisation CAW gehört, vorbei. Für diese Personen hat die Polizei einen "goldenen Ratschlag": "Es ist eine gefährliche Baustelle, umzäunt, mit gefährlichen Gruben." Laut der Polizei sei "alles abgesucht". Das gesamte Gold ist weg.

"Für versteckte Gegenstände gelten besondere Regeln"

Der Schatz ist in einem Hochsicherheitstresor des belgischen Staates untergebracht. Doch wie wird es damit weitergehen? Sharon Beavis vom Justizministerium erklärt: "Für versteckte Gegenstände gelten besondere Regeln." Der rechtmäßige Eigentümer muss innerhalb von fünf Jahren melden. Wenn sich bis dahin niemand meldet, dann geht es folgendermaßen weiter: "Der Finder erhält die Hälfte, der Eigentümer des Grundstücks, auf dem der Fund gemacht wurde, die andere Hälfte." Somit würde die eine Hälfte an den 18-jährigen Studenten Kobe gehen und die andere an die Organisation CAW.

Für die Herkunft des Goldschatzes hat der ehemalige Bürgermeister von Dendermonde, der Historiker Piet Buyse, eine mögliche Theorie. Laut ihm steckt die reiche Bierbrauer-Familie Van Assche dahinter. Gegenüber "VRT NWS" sagt er: "Der Goldschatz stammt aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals besaß die Familie Van Assche bereits ein sehr großes Vermögen. Es ist durchaus möglich, dass sie dieses Vermögen in Gold angelegt haben". Der letzte Nachkommen war 1982 verstorben und das Gebäude wurde der Abtei Dendermonde geschenkt. Dabei gab es nur eine Bedingung: Das Gebäude soll für einen guten Zweck genutzt werden.

Jedoch muss die Polizei noch einige Dinge klären. Geert Hillaert von CAW Oost-Vlaanderen erklärte gegenüber lokalen Medien, dass es Jahre dauern könnte, die ursprünglichen Eigentümer ausfindig zu machen. Er betonte: "Zunächst muss untersucht werden, inwieweit das Gold mit Straftaten aus der Vergangenheit in Verbindung gebracht werden kann. Darüber hinaus wird geprüft, ob sich noch auf irgendeinem Weg rechtmäßige Eigentümer finden lassen." Ob die Baufirma oder die Wohltätigkeitsorganisation einen Anteil für den Fund erhalten, ist derzeit noch völlig offen.

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