Karneval-Drama

27 Jahre Haft für Todesfahrer in Belgien

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Paolo F., der vor vier Jahren in Belgien mit seinem BMW in eine Menschenmenge gerast ist, wurde wegen vorsätzlicher Tötung in sieben Fällen und versuchter Tötung in 79 Fällen verurteilt.
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Brüssel. Der Mann war im März 2022 bei einer Karnevalsveranstaltung in Strépy-Bracquegnies, etwa 40 Kilometer südwestlich von Brüssel, in eine Gruppe Menschen gedonnert.

Das Gericht begründete das Strafmaß mit der extremen Schwere der Tat. Der Angeklagte habe eine tiefe Verachtung für das menschliche Leben an den Tag gelegt und hätte, ohne zu zögern, sein Auto in die Menge gelenkt, in der sich auch Kinder befanden. Zudem wurden die schwerwiegenden menschlichen Folgen der Tat berücksichtigt, sowohl für die Familien der Opfer als auch für die zahlreichen Verletzten. Auch die Persönlichkeit des Mannes habe eine Rolle gespielt, so die belgische Nachrichtenagentur Belga. F. sei als gefährlicher Fahrer beschrieben worden, der die Straße als seinen "Spielplatz" betrachtet habe.

Kurz nach den tragischen Ereignissen, die ein ganzes Land in Schockstarre versetzten, hatten Ermittler  festgestellt, dass der Fahrer angetrunken gewesen war. Der Alkoholwert lag demnach knapp über dem gesetzlichen Grenzwert. Der Mann soll sich darüber hinaus im Internet selbst als Raser bezeichnet haben. Behörden waren nicht von einem terroristischen Hintergrund ausgegangen.

Der Beifahrer des Mannes (siehe Selfie oben) wurde zudem den Angaben zufolge wegen unterlassener Hilfeleistung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

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